Wenn ein Mensch einem anderen wehtut oder ihn zu etwas zwingt, was dieser nicht will, so tut er ihm Gewalt an. Gewalt verursacht bei dem Opfer Schmerzen und Angst.
"Die Ausmaße der Gewalt gegen Kinder reichen von seelischer Gewalt (z.B. Beschimpfungen, Demütigungen, Liebesentzug...) über körperliche Gewalt (wie Schläge, Verbrennungen, Tritte...) bis hin zur sexuellen Gewalt.
Leider gelten noch immer gewisse Formen körperlicher und seelischer Gewalt als legales, erzieherisches Sanktionsmittel und werden gesellschaftlich toleriert.
Kinder erleben aber auch unter Gleichaltrigen eine steigende Gewaltbereitschaft bis hin zu Bedrohung, Erpressung und Prügel. Im Alltag der Kinder ist Gewalt fast schon zur Selbstverständlichkeit geworden. Ob in den Nachrichten, Videos, Comic-Heften, Hörspielen, Zeitgemäßer Musik, Computerspielen oder Zeichentricksendungen: Der, der am stärksten, grausamsten und kaltblütigsten ist, überlebt.
Wenn wir etwas verändert wollen, müssen wir darüber reden, denn wir alle haben Erfahrung mit Gewalt, als Beobachter, als Opfer und manche auch als Täter. Doch beim Reden allein darf es nicht bleiben!
Wir müssen handeln!
Gewalt geht uns alle an!"
Zitat von Johannes Heibel aus "Die Rettung der Menschheit besteht gerade darin, daß alle alles angeht!"
Was ist Gewalt?
Vereinfacht gesagt, ist Gewalt jedes Mittel, das eingesetzt wird, um einem anderen Menschen den eigenen Willen aufzuzwingen oder etwas machen zu lassen, was er/ sie nicht will (Durchsetzung von Macht).
Es gibt zwei Arten von Gewalt: die körperliche und die seelische Gewalt.
Seelische Gewalt bedeutet, einen anderen Menschen durch Drohungen, Erpressungen oder sonst irgendwie Angst einzujagen. Körperliche Gewalt heißt, einen anderen Menschen zu schlagen, zu treten, den Arm umzudrehen oder anders körperlich weh zu tun. Der „Erfolg“ von Gewalt, sofern er nicht unmittelbar körperlich ausgeübt wird, hängt von der Erzeugung von Angst ab. Beide Arten von Gewalt treten häufig in Kombination miteinander auf. Wenn wir von sexueller oder struktureller (systembedingter) Gewalt sprechen, sagt das etwas über das Ziel der Gewaltanwendung aus.
Was ist Zivilcourage?
Bei Zivilcourage geht es um die mündige BürgerIn, die/der ihre/seine Rechte kennt und die eigene Überzeugung stets mutig und selbstbewusst vertritt.
Dabei geht es u. a. um den Einsatz für schutzbedürftige Andere (Gruppen oder Einzelpersonen), für das Gemeinwohl oder gegen Unrecht, Armut und Gewalt. Immer spielt die Würde des Menschen eine entscheidende Rolle.
Zusammengesetzt wird der Begriff aus „zivil“ (lat. „civis“= bürgerlich/ anständig, annehmbar) und „courage“ (= Mut).